Flächensuche

Anzeige einer aufgefundenen Person durch den RettungshundAnzeige einer aufgefundenen Person durch den Rettungshund
Jedes Jahr werden in Thüringen rund 1.000 Menschen vermisst gemeldet. Die Gründe für das Verschwinden sind sehr unterschiedlich. Einige Menschen wollen einfach nur ihr gewohntes Lebensumfeld verlassen, um anderswo einen Neuanfang zu wagen. Andere wiederum geraten unerwartet in Notsituationen, verletzen sich beim Wandern oder verirren sich. Andere wiederum haben entschieden, sich das Leben zu nehmen.

Immer dann, wenn es Hinweise darauf gibt, dass Menschen in Not geraten sind, empfiehlt sich auch, die Einsatzmöglichkeiten von Rettungshunden zu prüfen. Dies gilt insbesondere dann, wenn Waldgebiete, unübersichtliche Flächen, Uferböschungen usw. abgesucht werden müssen. Die Hunde suchen bei der Flächensuche nicht gezielt nach einer bestimmten Person, sondern ganz allgemein nach menschlichem Geruch.
Schnell und effizent - Rettungshund bei der Absuche einer FlächeSchnell und effizent - Rettungshund bei der Absuche einer Fläche


Konkret bedeutet dies, dass die Rettungshunde keine Geruchsprobe der vermissten Person benötigen. Jede Person im Suchgebiet soll angezeigt werden. In der Flächensuche werden so genannte „Hochwindsucher“ eingesetzt. Im Gegensatz zu Fährtenhunden suchen die Rettungshunde bei der Flächensuche nicht nach Bodenverletzungen und Geruchsspuren am Boden. Vielmehr suchen sie nach menschlichen Geruchspartikeln in der Luft, die durch den Wind von der vermissten Person weitergetragen werden.

Die Rettungshunde arbeiten bei ihrer Suche frei und sind nicht an der Leine. Sie tragen eine Kenndecke, um sie weithin als Suchhunde kenntlich zu machen. Riecht der Hund menschlichen Geruch, versucht er diesem zu dem Punkt zu folgen, an dem dieser am stärksten ist. Findet der Hund einen Menschen, legt er sich neben der Person ab und fängt an, ausdauernd zu bellen. Der Hundeführer kann sich dann zum Fundort begeben.

Der Einsatz von Flächenhunden gilt aufgrund ihrer Suchart als äußerst effektiv. Als Faustregel gilt: Zwei Rettungshunde ersetzen bis zu 50 Suchkräfte in einer Suchkette. Außerdem können Flächen mit Rettungshunden wesentlich schneller abgesucht werden, als mit einer „menschlichen Suchkette“. Diese muss umständlich koordiniert werden und sich mühsam durch unwegsames Gelände kämpfen. Die Hunde können zügig die Fläche abrevieren und sind dadurch wesentlich schneller.