Geschichte

Die Einheit war 1994 auf Anregung des Thüringer Innenministeriums als Rettungshundestaffel bei der Feuerwehr Marlishausen gegründet worden. Vorbild dafür waren die Feuerwehr Rettungshundestaffeln in Rheinland-Pfalz. Bereits damals sicherte das Ministerium umfassende Unterstützung zu. In der Folge wurde durch den Freistaat Thüringen 1996 das erste Einsatzfahrzeug für die Rettungshundestaffel beschafft. Es ist noch heute im Einsatz und bietet sechs Rettungshundeteams Platz. Wenig später wurde der Rettungshundestaffel ein Lifedetector übergeben, der bei der Suche nach verschütteten Menschen eingesetzt wird. Damit war der Grundstein für die spätere Facheinheit Rettungshunde/Ortungstechnik gelegt.

Nach einigen Umstrukturierungen im Innenministerium wurde zwischenzeitlich die Förderung der Rettungshundestaffel eingestellt. Damit war die Zukunft der Einheit massiv gefährdet. Erst durch Intervention des Landtages gelang der Durchbruch. In einer bundesweit einmaligen Regelung wurde im Jahr 2008 im Thüringer Brand- und Katastrophenschutzgesetz (ThürBKG) die Förderung der Einheit gesetzlich verankert.

Seit diesem Zeitpunkt sind umfangreiche Mittel in die Einheit investiert worden. Die Facheinheit RHOT Thüringen bekam einen eigenen Standort mit Stellplätzen für die aktuell drei Fahrzeuge sowie Umkleide, Büro und Lager. Beschafft wurden außerdem ein ELW und der Gerätewagen Ortung. Auch die Ortungstechnik wurde ausgebaut. Ein neues Horchgerät, eine Suchkamera und eine Mikrodrohne wurden beschafft.

Heute ist die Facheinheit RHOT Thüringen die zentrale Einheit zur Suche und Rettung von vermissten und verschütteten Menschen in Thüringen. Mit der vorhandenen Ausrüstung werden bei der Feuerwehr neue Maßstäbe bei der Ausrüstung von Einheiten zur Suche und Rettung von vermissten und verschütteten Menschen gesetzt.